Logging data that drives tomorrow.

ADAS-Prüfstand

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ADAS-Prüfstand

Datenlogging für die Validierung moderner Fahrerassistenzsysteme

Moderne Fahrerassistenzsysteme müssen komplexe Verkehrssituationen zuverlässig erkennen und darauf reagieren. Um Funktionen wie Spurhalteassistent, Notbremsassistent oder Adaptive Cruise Control bereits während der Entwicklung gezielt zu prüfen, kommen ADAS-Prüfstände zum Einsatz. Sie ermöglichen reproduzierbare Tests unter kontrollierten Bedingungen und erleichtern den Vergleich unterschiedlicher Software- und Systemstände. Die dabei entstehenden Sensor-, Steuergeräte- und Prüfdaten werden gemeinsam aufgezeichnet, um Testergebnisse nachvollziehen und Auffälligkeiten gezielt analysieren zu können.

Typischer Versuchsaufbau

Versuchsaufbau und Datenerfassung beim ADAS-Prüfstand

Ein ADAS-Prüfstand bildet typische Fahrsituationen unter kontrollierten Bedingungen nach. Je nach Testziel werden einzelne Komponenten, Steuergeräte oder komplette Assistenzfunktionen in den Prüfaufbau integriert und durch Simulations- oder Hardware-in-the-Loop-Systeme ergänzt. So lassen sich definierte Testfälle wiederholt durchführen und Entwicklungsstände objektiv miteinander vergleichen. Während des Versuchs werden die relevanten Daten aus Fahrzeugkomponenten, Sensorik und Testumgebung erfasst und anschließend gemeinsam ausgewertet.

Einsatz

Validierung von ADAS-Funktionen auf Prüfständen

Herausforderung

Erfassung großer Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen

Schnittstellen

Automotive Ethernet, CAN / CAN FD und weitere

Bandbreite

Datendurchsatz: 2-16 Gbit/s Speicherbedarf: 2-32 TB

Ein ADAS-Prüfstand verbindet die zu untersuchenden Komponenten mit einer kontrollierten Test- und Simulationsumgebung. Welche Systeme eingebunden werden, hängt von der zu prüfenden Funktion und dem jeweiligen Entwicklungsstand ab.

Typische Bestandteile sind:

  • ADAS-Steuergeräte
  • Kamera-, Radar- oder LiDAR-Systeme
  • Simulations- und HiL-Systeme
  • Restbussimulationen
  • Datenlogger und Tastköpfe
  • Prüfstands- und Messsysteme

So können sowohl einzelne Komponenten als auch größere Systemverbünde gezielt untersucht werden.

Zu Beginn wird ein definierter Testfall im Prüfstand vorbereitet. Das Simulations- oder HiL-System stellt anschließend die vorgesehenen Fahr-, Umgebungs- und Fahrzeugzustände bereit.

Während des Tests reagieren die eingebundenen Steuergeräte und Komponenten auf diese Vorgaben. Parallel werden die für die spätere Bewertung relevanten Daten aufgezeichnet. Nach dem Test lassen sich die Ergebnisse analysieren und mit vorherigen Durchläufen oder anderen Softwareständen vergleichen.

Der gleiche Testfall kann unter vergleichbaren Bedingungen wiederholt werden. Das erleichtert die Bewertung von Änderungen und die systematische Eingrenzung von Fehlern.

Auf einem ADAS-Prüfstand entstehen Daten aus mehreren Quellen gleichzeitig. Dazu gehören insbesondere Informationen aus Steuergeräten, Sensorik sowie der Prüf- und Simulationsumgebung.

Typische Schnittstellen sind:

  • Automotive Ethernet, insbesondere 100BASE-T1 und 1000BASE-T1
  • CAN und CAN FD
  • je nach Prüfaufbau LIN oder FlexRay
  • analoge und digitale Signale aus Prüfstand und Messtechnik

Welche Schnittstellen tatsächlich benötigt werden, richtet sich nach Prüfling, Testziel und Systemarchitektur.

ADAS-Tests können große Datenmengen erzeugen, insbesondere wenn hochbandbreitige Ethernet-Verbindungen und mehrere Fahrzeugbusse gleichzeitig aufgezeichnet werden.

Für den ADAS-Prüfstand sind Gesamtdatenraten von 2 bis 16 Gbit/s und ein Speicherbedarf von 2 bis 32 TB typisch. Die tatsächlichen Werte hängen vom Prüfaufbau, der Anzahl der Datenquellen und der Dauer der Aufzeichnung ab.

Zusätzlich müssen die verschiedenen Datenströme gemeinsam erfasst und für die spätere Analyse zeitlich zugeordnet werden können. Je nach Testablauf kommen sowohl längere kontinuierliche Aufzeichnungen als auch gezielte Snapshots infrage.

Eine zentrale Herausforderung besteht darin, unterschiedliche Datenquellen innerhalb eines gemeinsamen Prüfaufbaus zuverlässig zu erfassen.

Typische Herausforderungen sind:

  • hohe Datenmengen aus Automotive Ethernet
  • parallele Aufzeichnung mehrerer Fahrzeugbusse
  • zeitliche Zuordnung unterschiedlicher Datenquellen
  • lange oder umfangreiche Testreihen
  • reproduzierbare Erfassung identischer Testfälle
  • Anpassung der Datenerfassung an unterschiedliche Prüfaufbauten

Mit zunehmendem Funktionsumfang eines ADAS-Systems können sowohl die Anzahl der benötigten Schnittstellen als auch die entstehenden Datenmengen deutlich steigen.

Nach dem Test werden die aufgezeichneten Daten für die weitere Analyse bereitgestellt. Ziel ist es, das Verhalten des geprüften Systems nachvollziehen und relevante Ereignisse gezielt untersuchen zu können.

Dazu können einzelne Testsequenzen ausgewählt, Kommunikationsdaten ausgewertet oder unterschiedliche Testläufe miteinander verglichen werden.

Je nach Prüfaufbau können zusätzlich Funktionen und Protokolle wie XCP, DLT oder TCP sowie Analysewerkzeuge wie esotrace in den Testprozess eingebunden werden. Welche Werkzeuge und Verarbeitungsschritte benötigt werden, hängt von der jeweiligen Testumgebung ab.

Produkt-Highlight

XORAYA ASU

Speichereinheit speziell für Hochgeschwindigkeitsanwendungen wie z. B. ADAS

Die XORAYA ASU ist eine FPGA-basierte Speichereinheit, welche für die Datenaufzeichnung mit bis zu 24 Gbit/s konzipiert wurde. Sie kann nahtlos über 10-Gigabit-Ethernet mit verschiedenen Streaming-Geräten wie dem XORAYA Probe B12 und dem XORAYA N4000+ verbunden werden und ist dadurch äußerst vielseitig für eine breite Palette von Anwendungen einsetzbar.

Systembeispiele

Welche Produkte empfehlen wir für den ADAS-Prüfstand?

Welche Produkte am ADAS-Prüfstand zum Einsatz kommen hängt von Schnittstellen, Datenrate, Anzahl der Messstellen, Prüfdauer und bestehender Prüfstandsinfrastruktur ab. Alle XORAYA Produkte sind optimal aufeinander abgestimmt und lassen sich flexibel zu individuellen Systemlösungen kombinieren. So entsteht ein durchgängiges Data-Logging-Setup, das sich an unterschiedliche Anforderungen und Anwendungen anpassen lässt.

Beispiel 1

Einzelner Datenlogger

Einzelne Steuergeräte oder Komponenten

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  1. Datenlogger: z. B. N4000+
  2. Speicher: z. B. ESU
  3. Software: z. B. Suite
Beispiel 2

Erweitertes System

Erweiterte Signalerfassung am Fahrzeug oder Prüfstand

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  1. Tastköpfe: z. B. MultiProbe X1
  2. Datenlogger: z. B. N4000+
  3. Datensenke: z. B. ASU
  4. Software: z. B. Suite + App
Beispiel 3

Datenloggerverbund

Integriertes Messsystem für umfangreiche Testprozesse

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  1. Tastköpfe: z. B. MultiProbe X1 + Probe B12
  2. Datenlogger: z. B. 2x N4000+
  3. Datensenke: z. B. 2x ASU
  4. Software: z. B. Suite + App
  5. SDK 

Persönliche Beratung

Haben Sie Fragen zu diesem Produkt oder einer speziellen Anwendung? Unsere Experten beraten Sie gerne persönlich und unverbindlich.

Services & Engineering

Wir liefern die passende Messlösung für Ihren ADAS-Prüfstand

Wir realisieren kundenindividuelle Systemlösungen auf Basis unseres modularen Produktportfolios – passgenau für Ihre Anforderungen. Durch die intelligente Kombination und Anpassung einzelner Komponenten entstehen leistungsstarke, skalierbare Gesamtsysteme aus einer Hand – von der Planung bis zur Umsetzung.

Auslegung des Messsystems

Für Ihre Messaufgabe legen wir skalierbare Loggersysteme mit passenden Schnittstellen, Datenraten und Speicherkapazitäten aus.

Fahrzeug- & Prüfstandsintegration

Mit passenden Einbaulösungen integrieren wir Ihre Messtechnik in Testfahrzeuge und Prüfstände und validieren ihre Funktion.

Kabel & Kabelbäume

Passgenaue Kabelsätze und Kabelbäume sichern Signalqualität, Stromversorgung und EMV-Sicherheit in Ihrer Einbausituation.

Performance & Funktionalität

Gezielte Hardware- und Software-Anpassungen erweitern unsere Datenlogger um zusätzliche Leistung, Schnittstellen und Funktionen.

Software-Anpassung

Kundenspezifische Softwarefunktionen erweitern unsere Anwendungen und unterstützen Ihre individuellen Messabläufe.

Konfiguration & Support

Von Inbetriebnahme und Anwenderschulung bis zu Wartung und Reparatur begleiten wir den gesamten Lebenszyklus Ihrer Messtechnik.

Produktberatung

Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Anforderungen

Nicht sicher, welches Produkt das richtige für Ihren Einsatzbereich ist? Unsere Experten beraten Sie persönlich und helfen Ihnen dabei, die optimale Lösung für Ihre Anforderungen zu finden.

FAQ

Die folgenden Fragen beantworten zentrale Aspekte rund um den Einsatz von ADAS-Prüfständen, die Datenerfassung und geeignete Logging-Systeme für die Validierung von Fahrerassistenzsystemen.

ADAS-Prüfstände ermöglichen kontrollierte und reproduzierbare Testbedingungen. Dadurch können bestimmte Fahrsituationen gezielt nachgestellt und Software- oder Systemstände unter vergleichbaren Bedingungen untersucht werden.

Je nach Testziel können einzelne Steuergeräte, Kamera-, Radar- oder LiDAR-Systeme sowie komplette Assistenzfunktionen Bestandteil des Prüfaufbaus sein.

Typischerweise werden Daten aus Steuergeräten, Sensorik, Fahrzeugnetzwerken und der Prüf- beziehungsweise Simulationsumgebung erfasst. Zu den relevanten Schnittstellen gehören insbesondere Automotive Ethernet, CAN und CAN FD.

Für diesen Anwendungsfall sind Gesamtdatenraten zwischen 2 und 16 Gbit/s typisch. Die tatsächliche Datenrate hängt von Art und Anzahl der angebundenen Datenquellen ab.

Als zentrale Systemkomponente ist die XORAYA ASU vorgesehen. Abhängig vom Prüfaufbau kann sie unter anderem mit XORAYA N4000+, Probe B12 oder MultiProbe X1 erweitert werden.

Die XORAYA ASU ist für hohe Datenraten und große Datenmengen ausgelegt und eignet sich damit als zentrale Komponente für umfangreiche ADAS-Prüfstände. Sie verarbeitet bis zu 24 Gbit/s und bietet bis zu 32 TB internen Speicher. Zusätzliche XORAYA-Logger und Tastköpfe ermöglichen die flexible Einbindung der benötigten Fahrzeug- und Messschnittstellen.

Automotive-Ethernet-Verbindungen können beispielsweise über die XORAYA Probe B12 eingebunden werden. Werden weitere Fahrzeugbusse und Messsignale benötigt, können zusätzliche Datenlogger wie der XORAYA N4000+ eingesetzt werden. Dieser unterstützt unter anderem CAN und CAN FD, LIN, FlexRay, 100BASE-T1 und 1000BASE-T1 sowie analoge und digitale Eingänge. So lässt sich das Logging-System an unterschiedliche Prüfstandsarchitekturen und Schnittstellenanforderungen anpassen.

Ja. Abhängig von der eingesetzten Gerätekombination können unter anderem CAN, CAN FD, LIN und FlexRay sowie analoge und digitale Signale erfasst werden.

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Pascal Schell
Head of Support

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Josephin Zundel
Talent Management

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